Montag, Februar 9, 2026

Der älteste Genossenschaftsbank in Bayern: Münchner Bank eG und ihre Geschichte

Womit begann die Geschichte der ältesten Genossenschaftsbank in Bayern? Mehr darüber und darüber, wie die Bank zu einer der größten Universal-Genossenschaftsbanken wurde, erzählt munichfuture.eu.

Die Geschichte der Bank

Sie begann im fernen Jahr 1862 durch den Zusammenschluss Münchner Handwerker, Industrieller und Beamter. Gemeinsam gelang es ihnen, die „Münchner Darlehensvereinigung“ zu gründen, die als genossenschaftliche Institution gedacht war. Es war vorgesehen, Spareinlagen anzunehmen und Darlehen an die Mitglieder der Einrichtung zu vergeben.

Einige Jahre später, nämlich im April 1865, änderte die junge Genossenschaftseinrichtung ihren Namen und wurde zur „Münchner Gewerbebank“. Es ist wichtig zu betonen, dass dies die erste kommerzielle Kreditgenossenschaft in ganz Bayern war, die als Beispiel für andere Einrichtungen im Land diente.

Hermann Schulze-Delitzsch

An der Satzung beteiligte sich Dr. Hermann Schulze-Delitzsch, einer der „Gründerväter“ des deutschen Genossenschaftssystems. Der Mann war ein führender Liberaler, einer der Mitbegründer des Deutschen Nationalvereins im Jahr 1859 und der Deutschen Fortschrittspartei im Jahr 1861. Die Tätigkeit von Hermann Schulze-Delitzsch beschränkte sich nicht nur auf den genossenschaftlichen Sektor, und im Jahr 1878 verlieh ihm die Universität Heidelberg für seine Verdienste den Ehrendoktorgrad.

Die berufliche Laufbahn war für den Mann schwierig, doch er begann sich trotzdem in der damals jungen Genossenschaftsbewegung zu engagieren. Schon während der Preußischen Nationalversammlung erkannte er, wie düster die Lage der Handwerker und kleinen Unternehmen in der parlamentarischen Handwerkskommission war. Die Probleme, mit denen sie konfrontiert waren, lagen in Folgendem: rechtliche Reformen (Handelsfreiheit), Beginn der Industrialisierung, neue Produktions- und Transportmöglichkeiten.

Besonders waren die Situationen, in denen Handwerker und Vertreter kleiner Unternehmen Kapital oder Verbindungen hatten, um notwendige Rohstoffe, Zwischenprodukte in großen Mengen und noch dazu zu niedrigen Preisen einzukaufen. Sie nutzten die Dienste von Vermittlern, kauften Materialien auf Kredit.

Gerade Dr. Hermann Schulze-Delitzsch setzte auf regionale Zusammenschlüsse, die die Lage des Mittelstandes verbessern sollten. Daher war die Beteiligung des Mannes, des „Gründervaters“ des deutschen Genossenschaftssystems, an der Satzung der Münchner Gewerbebank symbolisch und wichtig für die Einrichtung.

Gebäude der Bank und Namensänderungen

Das erste Gebäude der heutigen Münchner Bank eG befand sich im Oktober 1873 in der Petersplatz 11. Bereits im November 1897 wurde eine Immobilie in der Frauenplatz 2 erworben. Zwei Jahre dauerten die Renovierungsarbeiten, nach deren Abschluss der Hauptsitz der Bank in das Gebäude zog, das sich gegenüber der Frauenkirche befand.

Im Juli 1964 fusionierte die Münchner Gewerbebank mit der Oberbayerischen Volksbank, die im Jahr 1881 gegründet wurde. Die Einrichtung befand sich in der Augustinerstraße 1. Seitdem änderte die Bank ihren Namen in „Volksbank München“.

Im Juli 1990 fusionierte die Einrichtung mit der Münchner Bank, Brienner Straße 53, die ebenfalls 1881 gegründet wurde. Die neue Struktur erhielt den Namen „Münchner Bank eG Volksbank“, deren Hauptsitz weiterhin die Adresse Frauenplatz 2 hatte.

Im April 1995 erhielt die Einrichtung ihren heutigen Namen, den die Bürger gut kennen – „Münchner Bank eG“.

Veränderungen

Im Juli 2005 fand die Fusion der Münchner Bank eG mit der Raiffeisenbank München eG statt, und drei Jahre später zog die Bank in ein neues Verwaltungszentrum. Vier Standorte (Frauenplatz, Brienner Straße, Nymphenburger und Hofer Straße) wurden an einem neuen Ort zusammengeführt, der sich in der Richard-Strauss-Straße 82 befand.

Die Veränderungen hörten hier nicht auf, denn im Januar 2012 fusionierte die Münchner Bank mit der Raiffeisenbank Oberschleißheim. Dadurch entstanden zwei zusätzliche Filialen und 37 neue Mitarbeiter wurden eingestellt. Das Ereignis wurde am 19. September 2012 in das Genossenschaftsregister eingetragen, woraufhin am 22. und 23. September die technische Fusion der Banken stattfand. Und bereits am 16. Oktober 2012 fand die feierliche Eröffnung des Hauptsitzes der Bank statt. Dies markierte auch den Abschluss eines wichtigen Bauabschnitts.

Münchner Bank-Museum

Der Hauptsitz am Frauenplatz wurde am 15. November 2013 eröffnet. Die Kunden der Bank können hochwertige Beratungen im Kompetenzzentrum erhalten.

Mehr über die Geschichte und den aktuellen Zustand des Finanzsystems kann man im Münchner Bank-Museum erfahren. Es ist an Werktagen von 9:00 bis 16:00 Uhr geöffnet (außer donnerstags, an denen die Öffnungszeiten von 9:00 bis 18:00 Uhr gelten). Das Museum ermöglicht es, sich besser mit der Welt des Geldes und der Finanzen vertraut zu machen. Im Gebäude sind Fresken, Filme und andere Informationsmaterialien ausgestellt, mit deren Hilfe man mehr über die Vergangenheit und Gegenwart der Bank erfahren kann.

Das Münchner Bank-Museum bietet einen Einblick in Genossenschaften, Bankwesen und Geld. Dadurch können sich die Besucher wesentlich besser im Zustand und in der Entwicklung des Finanzsystems orientieren.

Das Gebäude gilt als teilweise barrierefrei aufgrund folgender Merkmale:

  • barrierefreier Zugang;
  • Sitzgelegenheiten;
  • schwellenfreier Zugang zu öffentlichen Bereichen, keine Treppen.

Mitglieder der Bank

Die Bankleitung ist überzeugt, dass ihre Mitglieder die Grundlage des Erfolgs sind, wodurch die Genossenschaft ein lebendiges Netzwerk darstellt, das mit seiner Vielfalt überrascht. Es lohnt sich, mehr über die faszinierenden Persönlichkeiten des Genossenschaftsnetzwerks zu erzählen.

  • ABASTO Hotels (Inhaberin Sandra Gulati). Die Einrichtungen beeindrucken mit Kulinarik, Bar, Spa und einem jungen Team, das die Bedürfnisse der Gäste voraussieht. Stilvolles Ambiente und modernes Design machen diese Hotels zu idealen Orten für eine ruhige Auszeit vom hektischen Stadtleben.
  • Betz-Chrom GmbH (Geschäftsführerinnen Mirjam und Hanna Betz). Das Unternehmen spezialisiert sich auf funktionale Oberflächentechnologie und vereint Industrie und Handwerk. Der Mutter-Tochter-Tandem nutzt Know-how und Qualität für Arbeits- und Umweltschutz.
  • Isarsmile Kieferorthopädie (Dr. Fiona Adler). Eine Praxis für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Zahn- und Kieferfehlstellungen.
  • Goldbeer GmbH (Geschäftsführer und Inhaber Konrad M. W. Bier). Spezialisiert auf Trauringe und exklusive Schmuckstücke nach Kundenwunsch.
  • Monacoshots (Fotograf und Gründer Jan Saurer). Ein Fotograf, der Bilder für Mitgliederkampagnen teilt.
  • Steinmetz Sturm (Christian und Matthias Sturm). Gestaltung von Gräbern nach Kundenwunsch.

160 Jahre Tätigkeit

Im Juli 2023 feierte die Münchner Bank eG ihr 160-jähriges Bestehen. Seit ihrer Gründung hat die Bank zahlreiche Herausforderungen bewältigt, darunter zwei Weltkriege, Hyperinflation und Währungsumstellungen. Trotz aller Veränderungen blieb eines unverändert: Die Bank hat stets ihre Werte und höchsten Servicestandards bewahrt.

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