Inmitten des Trubels und der lebhaften Plätze Münchens, wo das Leben keine Minute stillsteht, gibt es einen Ort, der die Zeit in seinen steinernen Mauern zu verbergen scheint. Das ist die Krypta der St. Peter-Kirche – ein unterirdischer Raum, in dem Geschichte und Gegenwart in Stille und Besinnung aufeinandertreffen. Mehr dazu auf munichfuture.
Die älteste Kirche der Stadt birgt nicht nur architektonische Schätze, sondern auch unzählige Geheimnisse, die unter ihren Steingewölben verborgen sind. Hier, fernab vom städtischen Rhythmus, kann man die Atmosphäre vergangener Jahrhunderte spüren – das leise Flüstern der Vergangenheit hören, die steinernen Gräber sehen, die vom Leben der Mönche, Priester und einflussreichen Bürger erzählen, die in diesen Mauern ruhen. Die Krypta ist nicht nur eine Begräbnisstätte, sondern eine Art Museum der Zeit, in dem antike Reliquien, Mosaikfragmente und Kirchenutensilien aufbewahrt werden. Für Touristen ist dies eine Chance, in die geheimnisvolle Atmosphäre des Mittelalters einzutauchen, die Geschichte hautnah zu erleben und einen Blick in eine Welt zu werfen, die den meisten Besuchern verborgen bleibt.
Die Geschichte der Münchner Krypta
Die Münchner St. Peter-Kirche ist der älteste Sakralbau der Stadt. Sie entstand bereits vor der offiziellen Gründung Münchens, etwa im 8. Jahrhundert. Die Krypta selbst, also ihr unterirdischer Teil, wurde jedoch erst viel später angelegt. Sie wurde als Ort der ewigen Ruhe für Mönche, Geistliche und einflussreiche Bürger erbaut. Zunächst wurden hier ausschließlich Geistliche beigesetzt, später auch wohlhabende Bürger, die es sich leisten konnten.
Insgesamt war die Krypta tief in das religiöse Leben der Stadt integriert. Die Bestattungen wurden von besonderen Zeremonien begleitet, und es galt als eine Ehre, hier seine letzte Ruhe zu finden. Steinerne Gräber, antike Platten und Gruften mit lateinischen Inschriften – all das kann man heute unter der Kirche besichtigen. Im Laufe der Zeit hat die Krypta ihre Rolle in der Stadt mehrfach verändert. Während der Kriege wurde sie teilweise beschädigt. Einige Gräber wurden verlegt, und ein Teil wurde zugemauert. Es gab eine Zeit, in der die Krypta für Besucher komplett geschlossen war, aber im 20. Jahrhundert wurde sie restauriert und den Münchnern wieder zugänglich gemacht. Heute ist die Peterskirche Teil der touristischen Route.
Atmosphäre und Interieur
Ein Blick in die Krypta der St. Peter-Kirche in München ist wie ein Schritt durch eine unsichtbare Tür in eine andere Dimension. Nur wenige Stufen hinab, und schon befindet man sich nicht mehr im lauten Zentrum einer modernen Stadt, sondern in einer unterirdischen Welt, in der die Zeit langsamer zu vergehen scheint.

Die Krypta hat ihren authentischen historischen Geist bewahrt: Ihre Gewölbe sind niedrig, die Steinwände schlicht und schmucklos, aber gerade diese Nüchternheit schafft eine besondere Tiefe. Die Beleuchtung ist gedämpft, weich, fast wie Kerzenschein. Unter den Gräbern befinden sich mehrere antike Grabmäler und Grabsteine, die in gutem Zustand erhalten sind. Einige tragen lateinische Inschriften, andere sind schlicht, ohne Namen, aber nicht weniger beeindruckend. Sie erinnern daran, dass hier Menschen ruhen, die einst die Geschichte dieser Stadt geschrieben haben. Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Artefakte – Überreste von Kirchengeräten, alte Ikonen, Mosaikfragmente und mehr. Einige davon stammen noch aus dem Mittelalter.
Insgesamt ist die Atmosphäre der Krypta wahrhaft bezaubernd. Sie ist still, zurückhaltend, sogar ein wenig mystisch, aber keineswegs unheimlich, sondern im Gegenteil von Ruhe erfüllt. Dieser Ort lädt dazu ein, innezuhalten, nachzudenken und Respekt vor der Zeit und der Vergangenheit zu empfinden… Und genau deshalb bleibt die Krypta bis heute einer der interessantesten Orte für Touristen.
Was Touristen wissen sollten
Der Zugang zur Krypta erfolgt durch den Haupteingang der St. Peter-Kirche – der ältesten Kirche Münchens, die direkt am Marienplatz steht (sie befindet sich unter dem Hauptschiff und ist Teil des architektonischen Gesamtkonzepts des Gebäudes). Die Orientierung ist einfach: ein hoher Turm, eine charakteristische Fassade und ein ständiger Strom von Menschen, die nach oben wollen. In der Krypta selbst ist es in der Regel ruhiger. Der Eintritt ist kostenpflichtig, aber durchaus erschwinglich: nur 2-3 Euro, die sowohl bar als auch mit Karte bezahlt werden können. Die Öffnungszeiten können je nach Saison leicht variieren, aber in der Regel ist die Krypta von 10:00 bis 17:00 Uhr für Besucher geöffnet. In der Hochsaison werden manchmal nächtliche Führungen bei Kerzenschein organisiert, besonders an großen katholischen Feiertagen. In einer solchen Atmosphäre wirkt der Untergrund ganz anders, dunkler, tiefer und geheimnisvoller. Informieren Sie sich jedoch vorab über den Zeitplan: Die Krypta kann vorübergehend geschlossen sein, zum Beispiel für Restaurierungsarbeiten oder den Aufbau einer Ausstellung.

Nach der Krypta lohnt sich ein weiterer Besuch: Steigen Sie auf den Turm der Peterskirche – von dort eröffnet sich einer der berühmtesten Ausblicke auf die Münchner Innenstadt, mit den Dächern der Altstadt, dem Glockenturm des Rathauses und bei gutem Wetter den Alpen in der Ferne. Nur wenige Gehminuten entfernt liegt der Viktualienmarkt, ein alter Lebensmittelmarkt, wo man einen Kaffee trinken, lokale Köstlichkeiten kaufen oder einfach zwischen den Ständen schlendern kann.
Es sei auch darauf hingewiesen, dass es in der Krypta, wie in vielen unterirdischen Räumen, auch im Sommer etwas kühl ist, daher ist es eine gute Idee, eine leichte Jacke oder einen warmen Pullover mitzunehmen. Hier herrscht eine Stille, die von allen Besuchern respektiert wird, daher darf man zwar fotografieren, aber ohne Blitz und Ton. Und das Wichtigste: Dies ist ein Ort, an dem einst gebetet, bestattet und gedacht wurde, daher sollte man sich entsprechend verhalten. Man sollte nicht laut sein oder etwas berühren und Ruhe bewahren.
Quellen:
- https://www.muenchen.de/en/sights/alter-peter-info-and-entrance-fees-church-st-peter-lookout-tower
- https://www.rehlat.es/en/explore/munich/st-peter-s-church-munich-germany-je31azdfty
- https://www.reddit.com/r/Munich/comments/z25rwn/christmas_eve_recommendations/
- https://meticulousmeanderings.com/2025/01/16/st-peters-church/
- https://en.munich.foravisit.com/sightseeing-munich/architecture/religious-buildings/churches/alter-peter-old-peter/