Montag, Februar 9, 2026

Oskar von Miller: Die Geschichte eines berühmten Erfinders

Die Weltgeschichte ist voll von berühmten deutschen Namen. Menschen aus dieser Region haben zu allen Zeiten in verschiedenen Bereichen ihre Spuren hinterlassen. München ist dabei eine wahre Quelle erfolgreicher und talentierter Persönlichkeiten. Eine dieser herausragenden Persönlichkeiten stellen wir in unserem Beitrag näher vor. Oskar von Miller war ein bedeutender Ingenieur und Erfinder, dessen Weg in der bayerischen Hauptstadt begann. Mehr dazu auf munichfuture.eu.

Lebensweg

Oskar von Miller wurde am 7. Mai 1855 in München geboren. Seine Eltern waren angesehene Persönlichkeiten. Im Jahr 1875 wurde die gesamte Familie Miller in den Adelsstand erhoben. Finanzielle Sicherheit, ein Adelstitel und das entsprechende Umfeld ermöglichten es ihm, eine angemessene Ausbildung zu erhalten und seine Fähigkeiten zu entwickeln. Er studierte Bauingenieurwesen an der „Technischen Hochschule München“. Schon in jungen Jahren war er von der Ingenieurwissenschaft und Erfindungen fasziniert.

Später trat Oskar in das „Bayerische Bauministerium“ ein. Der Deutsche hatte die Gelegenheit, zu reisen und internationale Fachveranstaltungen zu besuchen, was er ausgiebig nutzte.

1881 besuchte der angehende Meister die „Internationale Elektrizitätsausstellung“ in Paris. Inspiriert von seinem Besuch in der französischen Hauptstadt organisierte er 1882 ein ähnliches Seminar in seiner Heimatstadt München. Während des Seminars ereignete sich ein bedeutendes Ereignis – Miller und dem französischen Ingenieur Marcel Deprez gelang es erstmals, Strom über eine 60 Kilometer lange Leitung zu übertragen.

1883 wurde Oskar von Miller Direktor der „Deutschen Edison-Gesellschaft“, die später in die „Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft“ umgewandelt wurde. Nur ein Jahr später baute der Ingenieur in München das erste Elektrizitätswerk Deutschlands.

Sein ganzes Leben widmete er Entdeckungen und Innovationen im Bereich der Energiewirtschaft. Er gründete sein eigenes Ingenieurbüro, in dessen Rahmen er zahlreiche „Durchbrüche“ auf diesem Gebiet erzielte. Im Jahr 1891 sorgte er für eine Sensation – Miller gelang es, Strom mit einer Spannung von 20.000 Volt über eine Entfernung von 176 Kilometern zu übertragen. Die Welt sprach von seinen Erfolgen.

1892 entwarf der Deutsche ein Wasserkraftwerk, das die Stadt Fürstenfeldbruck mit Elektrizität versorgte. Dank ihm wurde Fürstenfeldbruck die erste Stadt Deutschlands, die über elektrische Straßenbeleuchtung verfügte. Das Kraftwerk erlangte später den Status eines städtischen Denkmals und wurde unter Denkmalschutz gestellt.

Der bekannte Pionier war zudem Vorsitzender des „Vereins Deutscher Ingenieure“. Sein hohes Maß an Professionalität wurde von allen Kollegen anerkannt.

Herausragende Errungenschaften und Auszeichnungen

Ein wahrer „Innovator“ und „Meister der Erfindungen“ – das war Oskar von Miller. Seine zahlreichen Entdeckungen wurden mit einer Vielzahl von Ehrungen und Auszeichnungen gewürdigt, darunter die „Wilhelm-Exner-Medaille“, die „Goldene Medaille der Stadt München“, die „Karmarsch-Medaille“, der „Siemens-Ring“ und viele weitere. Der Ingenieur wurde zum Ehrenbürger von München ernannt und war auch Mitglied des „Bayerischen Kronrats“. Straßen, die seinen Namen tragen, gibt es in seiner Heimatstadt München, in Frankfurt am Main, Augsburg, Schweinfurt und anderen Städten. Oskar von Miller ist der Stolz der bayerischen Hauptstadt.

Das Deutsche Museum der Meisterwerke der Naturwissenschaft und Technik

Oskar von Miller hat der Welt zahlreiche herausragende Errungenschaften hinterlassen. Eine davon ist das „Deutsche Museum der Meisterwerke der Naturwissenschaft und Technik“, dessen Gründer der Ingenieur war. Das Museum wurde 1903 eröffnet. Im Laufe seiner Geschichte wurde es zu einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Später entwickelte es sich zum größten Museum für Naturwissenschaft und Technik weltweit.

Miller investierte viel Kraft und andere Ressourcen in die Entwicklung und Erweiterung seines „Werkes“. Er strebte danach, dass auch viele Jahre später Besucher den magischen Kosmos der Wissenschaft entdecken sollten. Genau so ist es gekommen. Jedes Jahr besuchen über eineinhalb Millionen Menschen das Museum. Es ist berühmt für seine äußerst umfangreiche und wertvolle Sammlung. Und das alles verdanken wir seinem „Vater“ – einem unermüdlichen und ehrgeizigen Pionier.

Oskar von Miller – ein gebürtiger Münchner, dessen Talent und Wissen ihn für immer in die Weltgeschichte eingeschrieben haben.

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