Montag, Februar 9, 2026

Die Geschichte des Eden Hotel Wolff: Was ist über das traditionelle Münchner Haus bekannt?

Seine Geschichte ist recht interessant, da sie es ermöglicht zu analysieren, wie sich das traditionelle Münchner Haus seit 1890 verändert hat. Weiteres dazu auf munichfuture.eu.

Der Beginn der Geschichte

Im fernen Jahr 1890 hatte das Hotel einen völlig anderen Namen: Es war als „Salzstraße“ bekannt. Kurz darauf wurde der Name in „Arnulfstraße“ geändert. Das Hotel, benannt nach dem jüngeren Sohn des Prinzregenten Luitpold, galt als vielversprechender Ort.

Ebenfalls im Jahr 1890 erwarb Karl O. Wolff, ein Kaufmann aus Plauen im Vogtland, ein Grundstück in der Nähe des Hauses. Er erweiterte es und eröffnete das „Hotel Wolff“. Diese Entscheidung war begründet und gut durchdacht. Wenn man sich erinnert: Gegenüber dem Hotel hatte 11 Jahre zuvor der Bau eines neuen Bahnhofs begonnen. So sollte das Hotel ein wichtiger Bestandteil der Stadt werden.

Ein Treffpunkt

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs strebte die Familie Stengel an, ein im Jugendstil gestaltetes Gebäude zu erwerben. Es war das Jahr 1919, und bereits im folgenden Jahr wurde das Hotel ein beliebter Treffpunkt für die elegante Münchner Gesellschaft.

Es ist auch erwähnenswert, dass die folgenden Jahre erfolgreich im Hinblick auf Erweiterung und Aufschwung waren. Das Hotel überstand die schwierigen Zeiten der Inflation und die Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre.

Die Jahre 1944–1945 waren für das Hotel besonders schwer, als das Gebäude durch Bombardierungen stark beschädigt wurde. Leider wurde der wunderschöne Speisesaal im Jugendstil vollständig zerstört und blieb nur in den Erinnerungen der Besucher erhalten.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begann eine Phase des Wiederaufbaus. Bereits 1948 nahm das Restaurant den Betrieb wieder auf und öffnete seine Türen für alle Interessierten.

Für die Eröffnung des „Hotel Wolff“ in München wurde ein besonderer Zeitpunkt gewählt – die Aufführung der „Passion in Oberammergau“, die offiziell von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt wurde. Es handelt sich um ein bekanntes religiöses Schauspiel, das erstmals 1634 von Amateuren des Dorfes Oberammergau aufgeführt wurde. Die Handlung erzählt von den Leiden und der Kreuzigung Jesu Christi, also von seinen letzten Tagen.

Betrachtet man die Gründe, warum genau diese Zeit gewählt wurde, lassen sich folgende Argumente anführen: die Attraktivität für gläubige Bürger und Touristen, die Schaffung einer besonderen Atmosphäre von Religiosität und Spiritualität, die Pflege von Traditionen usw.

Erweiterung

Die Familie Stengel beschränkte sich nicht nur auf die Eröffnung eines Restaurants und Hotels. Sie erwarb das benachbarte Eigentum des Hotels „Eden“ (heute befindet sich dort ein Café mit demselben Namen), das während des Krieges stark beschädigt wurde. Auf beiden Grundstücken wurde von 1955 bis 1956 ein neues repräsentatives Hotel gebaut, das den Bürgern unter dem Namen „Eden Hotel Wolff“ bekannt wurde.

Es fanden einige Änderungen statt, über die es sich lohnt, genauer zu sprechen:

  • In das neue Gebäude wurde das „Europäische Kino“ integriert, das später vermietet wurde.
  • 1987 wurden die Räume des Kinos wieder an das Hotel übergeben. Dadurch konnte die Lobby erweitert und Konferenzmöglichkeiten geschaffen werden.
  • Anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Hotels im Jahr 1990 wurde der größte Konferenzsaal des Hotels, die „Europa Hall“, eröffnet.
  • Bis zum 100-jährigen Jubiläum wurden umfassende Renovierungsarbeiten an der Hotellobby sowie der Kaminbar abgeschlossen.

Wo traf sich die Münchner Oberschicht?

Ein solcher besonderer Ort war das Restaurant Eden Hotel Wolff. Man stellt sich sofort einen wunderschönen Speisesaal im Jugendstil vor. Das Restaurant war buchstäblich ein Magnet für die Treffen der Münchner Oberschicht.

Wie bereits erwähnt, wurde in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs ein Großteil des Hotels durch die massiven Bombardierungen im Bahnhofsgebiet zerstört. Somit wurde auch das Restaurant zerstört.

1948 wurde das Restaurant wiedereröffnet und erhielt den ursprünglichen und traditionellen Namen „Zirbelstube“. Der Name wurde nicht zufällig gewählt: Er ist eine Hommage an den Wald und das Holz, das dem Restaurant eine besondere Atmosphäre verleiht. Eine Mischung aus Eleganz und rustikalem Stil zieht Besucher an, deren Zahl jedes Jahr wächst.

Interessant ist, dass sich im hinteren Teil des Restaurants der Rembrandt-Raum befindet, der die massiven Bombardierungen unbeschadet überstanden hat. Tatsächlich ist dies der einzige Raum im gesamten Hotel, der das Chaos des Krieges überstanden hat. Eine Besichtigung vermittelt einen Hauch von Vergangenheit. Dieser Raum wurde gut an moderne Bedürfnisse angepasst, da er für Familienfeiern oder Geschäftsessen genutzt werden kann.

Umbenennung des Restaurants

2015 feierte das Hotel sein 125-jähriges Bestehen. Das Restaurant wurde in Peter & Wolff umbenannt, und das Design wurde nach umfassenden Renovierungsarbeiten verändert.

Ein Rundgang durch die Räumlichkeiten des Hotels vermittelt eine besondere Atmosphäre vergangener Architektur. Noch immer wählen diejenigen, die Begegnungen an einem zentralen Ort in München suchen, das Eden Hotel Wolff.

Das Hotel ist beliebt aufgrund von:

  • der Nähe zum Bahnhof,
  • der Verbindung zu allen öffentlichen Verkehrsmitteln,
  • der Verbindung zum Flughafenbus.

All dies macht das Eden Hotel Wolff zu einem Ort, den jeder, auch Touristen, leicht finden kann.

Moderne Annehmlichkeiten

  • Im siebten Stock des Hotels befindet sich ein Wellnessbereich mit Fitnessraum, Sauna, Solarium und Dampfbad.
  • Auf der Dachterrasse kann man entspannen und den zauberhaften Blick auf die Stadt genießen.
  • Auf Wunsch können die Gäste Massagen durch den Concierge arrangieren lassen.
  • Vom Hotel aus können Stadtrundfahrten und Tagesausflüge ins ländliche Bayern mit seinen zahlreichen Sehenswürdigkeiten organisiert werden.

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